Eindrücke von der Schülerakademie 2017

Bei der Schülerakademie in Stapelfeld habe ich am Kurs ,,Medizinisches Schülerlabor” teilgenommen, da ich nach meinem Abitur gerne Medizin studieren möchte.

Es standen aber auch noch andere Kurse wie zum Beispiel die ,,Literarische Schreibwerkstatt”, ,,Logik”, ,,Symmetrien der Mathematik”, ,,Chemie- mehr als nur Schall und Rauch” und eine ,,Theaterwerkstatt” zur Auswahl.

Das Besondere an der Schülerakademie war der  Praxisbezug, der es einem ermöglichte, Erlerntes direkt anzuwenden und auszuprobieren. Außerdem war das Programm sehr weit gefächert.

Während der Akademiewoche hatten wir zum Beispiel Vorträge zum Medizinstudium und den Berufsaussichten danach, der Inneren Medizin und der Chirurgie, wir durften aber auch oft auf den verschiedenen Stationen im Krankenhaus wie beispielsweise der Endoskopie, dem Labor und dem OP hospitieren und lernten auch den Alltag in verschiedenen Arztpraxen wie zum Beispiel der Unfallchirurgie, der Pädiatrie, Gynäkologie, Radiologie und Allgemeinmedizin kennen, was sehr interessant war, weil man dadurch sehen konnte, ob ein solcher Beruf wirklich das Richtige für einen ist. Zudem absolvierten wir einen Erste-Hilfe-und einen Reanimations-Kurs.

Wir durften auch viel selbst ausprobieren, zum Beispiel hatten wir an einem Nachmittag die Möglichkeit, einen simulierten endoskopischen Eingriff mithilfe der dafür benötigten Instrumente und einer Kamera durchzuführen und wir lernten, wie man Knochengelenke mit Platten verschraubt. Es wurden auch zahlreiche Aktivitäten angeboten, bei denen man seine chirurgische Geschicklichkeit beweisen konnte und auch einige Tricks wie den chirurgischen OP-Knoten üben konnte. Dabei hatten alle Teilnehmer sehr viel Spaß, da der direkte Praxisbezug im Fokus stand und man sich vorstellen konnte, wie es wäre, ein richtiger Arzt zu sein.

Wir führten auch einige kleine Selbstversuche zum Thema Diabetes, Asthma und Kreislaufkollaps durch, wobei wir einiges über diese Krankheiten lernten. Dadurch, dass man alles selbst ausprobieren konnte, konnte man sich auch besser in die Lage von Menschen, die derartige Erkrankungen haben, versetzen.

Außerdem fuhren wir an einem Abend in ein Hotel, wo wir mit einem professionellen Koch ein Drei-Gänge-Menü zubereiteten und im Anschluss daran Vorträge über Themen wie Alternative Ernährungsformen, Adipositas und Ernährung und Sport hielten bzw. hörten. Diesen Exkurs fand ich persönlich besonders spannend, da er eine gute Verbindung zwischen dem Teamkochen, bei dem wir alle sehr viel Spaß hatten, und dem theoretischen Teil darstellte. Außerdem ist Ökotrophologie ein immer wichtiger werdender Teil der Medizin.

Durch die zahlreichen Vorträge, die wir zu sehr unterschiedlichen Dingen hielten, übten wir zudem, sicherer bei Präsentationen zu werden und unsere Rhetorik zu verbessern.

Während der ganzen Zeit wurden wir von unserem Referenten, Dr. Weise, begleitet, sodass wir jederzeit Fragen stellen konnten.

Ergänzt wurde das Programm durch zahlreiche freiwillige Arbeitsgemeinschaften und Angebote am Abend, wie zum Beispiel eine Musik-AG, eine Sozialismus-Debatte sowie Progressive Muskelentspannung bzw. Entspannung durch Ton.

Außerdem erhielten wir einige Vorträge zu Themen wie Studienabschlüsse Bachelor und Master bzw. Naturwissenschaften, Bewältigen von Prüfungsstress und Erlernen neuer Lerntechniken oder eine Debatte über die Zukunft Europas.

Einen Nachmittag verbrachten wir mit allen Teilnehmern der Akademie und  übten  an diesem Tag durch zahlreiche Spiele, unter anderem im Niedrigseilgarten, wie man Teamarbeit optimieren kann und lernten uns zugleich besser kennen.

Abends- nach der Arbeit in den AGs- gab es oft noch Aktivitäten wie beispielsweise Feuerspucken, Stockbrotbacken, sowie einen Filme- und einen gemeinsamen Tanz- bzw. Abschlussabend.

Für mich hat sich eine Teilnahme an der Schülerakademie definitiv gelohnt, da sich mein Wunsch, Medizin zu studieren, nur noch mehr  gefestigt hat und da ich zudem die Möglichkeit hatte, viele neue, interessante Menschen  mit ähnlichen Interessen kennenzulernen; zusätzlich habe ich gelernt,  neuen Dingen gegenüber positiver und offener eingestellt zu sein.

Auf jeden Fall kann ich daher die Teilnahme an der Schülerakademie in Stapelfeld weiterempfehlen - selbst wenn man dafür einige Ferientage investieren muss.

 

Sophie Koehlen