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20. Dezember 2018

Risiko mathematisch managen

Was macht eigentlich ein Aktuar? Diese und andere Fragen wurden im Vortrag „Risiko mathematisch managen“ geklärt, den Prof. Dr. Angelika May am 18. Dezember in unserer Schule hielt.

Frau Prof. Dr. May kam auf Vermittlung von Frau Dr. Gabriele Grieshop (Elternvertreterin in der Fachkonferenz Mathematik) im Rahmen des Angebots „Buch den Prof“ der Universität Oldenburg an unsere Schule, um interessierten Schülerinnen einen ersten Einblick in das Studium des Faches Mathematik und in die Berufswelt eines Mathematikers zu geben.

Mehr als 25 Schülerinnen aus den Mathematikkursen des Jahrgangs 12 hatten ihr Interesse an diesen Vortrag bekundet, so dass der ehemalige Medienraum g204 bis auf den letzten Platz besetzt war.

Nach einer persönlichen Vorstellung, in der Frau Prof. Dr. May sich selbst und ihren beruflichen Werdegang vorstellte, dozierte sie über ihr Fachgebiet, die Stochastische Finanzmathematik. Dabei geht es um eine angemessene Risikobewertung, wie sie zum Beispiel von Versicherungen vorgenommen werden müssen, ob den Kunden akzeptable und faire Angebote machen zu können. Viele – eigentlich unwahrscheinliche – Ereignisse (als Beispiel nannte Frau Prof. Dr. May etwa die Großbrände bei der Firma Wiesenhof) verursachten erhebliche Folgekosten (im Fall Wiesenhof mehr als 200 Millionen Euro), die in einer Kalkulation, die sich auf traditionelle mathematische Modelle wie etwa die Normalverteilung stützen, nicht berücksichtigt werden können. Hier kommen dann die Aktuare (Risikomanager) ins Spiel, die versuchen, auch solche möglichen Ereignisse in ein mathematisches Modell einzuarbeiten. Mathematik sei also keinesfalls nur etwas theoretisches, sondern es gäbe viele Anwendungsbereiche.

Grundlage für ein Mathematikstudium sei, so Prof. Dr. May, Spaß und Interesse an dem Fach. „Man muss nicht unbedingt ein Genie sein“, so ihre Aussage. Dieses Interesse würde auch für das nötige Durchstehvermögen sorgen, denn das Studium sei (natürlich) auch sehr zeitaufwändig. Am Ende eines erfolgreichen Studiums ständen dann allerdings mannigfaltige Berufsbilder mit außerordentlich attraktiven Verdienstmöglichkeiten.

In seinen Schlussworten bedankte sich Schulleiter Hans Funken bei Prof. Dr. May für ihr Kommen und die interessanten Einblicke, die sie den Schülerinnen geboten habe.