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09. November 2019

Patrick Spottiswoode zu Gast an der Liebfrauenschule

Wenn Schülerinnen oder Schüler das Wort „Shakespeare“ hören, gehen sie meist innerlich auf Abstand, weil dieser Name in der Regel mit „schwieriger Stoff“ gleichgesetzt wird.

Um so erfreuter dürften die meisten Oberstufenschülerinnen im Saal der Liebfrauenschule gewesen sein, dass Patrick Spottiswoode, der Educational Director des London Globe Theatre, ihnen mit großem Unterhaltungswert die wichtigsten „Zutaten“ des Theaterlebens zur Zeit Shakespeares nahebracht hat. Er machte außerdem einen sehr humorvollen Ausflug ins Gebiet der Entwicklung der englischen Sprache, die vor allem geprägt war durch den Einfluss anderer europäischer Sprachen und die vielen Entdeckungen der damaligen Zeit.

Für die Einbeziehung seines Publikums bei der Demonstration der raffinierten Komposition einiger Shakespeare-Stücke waren zum Glück einige Schüler des GAV bereit, gemeinsam mit Schülerinnen des ULF auf die Bühne zu kommen und die Sachverhalte so anschaulich zu machen. Dabei gelang es einer Schülerin vom ULF tatsächlich, den Meister aus London zu verblüffen, indem sie beim Sprung in den „Ozean“ vollen Körpereinsatz zeigte und von der Bühne sprang, was ihm in über 20 Jahren Vortragstätigkeit noch nie passiert war.

So wurde auf sehr eindrucksvolle Weise vor Augen geführt, um wieviel mehr Energie ein stehendes Publikum entwickeln kann im Gegensatz zum bequem in Sesseln sitzenden Zuschauern.

Von solchen spontanen Entscheidungen lebt das Theater, besonders auch Shakespeares Stücke; man weiß nie, wie das Publikum reagiert, so wurden tatsächlich diese zunächst nur mündlich vorgetragen; die mitreißende Kraft des Shakespeare Textes in Energie umgesetzt, wenn man denn bereit ist, sich darauf einzulassen.

Bei einigen Zuhörer/innen wird sicherlich durch den Vortrag die Abneigung, sich mit Shakespeare zu befassen (Pflichtprogramm in der Oberstufe für Englisch) etwas abgebaut worden sein.