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11. November 2018

Gedenkfeier zur Reichspogromnacht

Die diesjährige Gedenkfeier der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit zum 80. Jahrestag der Reichspogromnacht wurde von Schülerinnen unserer Schule gestaltet.

In der Eröffnungsfeier in der Dominikanerkirche in Füchtel  verlasen Schülerinnen des Kurses Darstellendes Spiel der Klassenstufe 11 Zitate von Tätern und Opfern aus dem ersten Ausschwitz-Prozess, wie sie vom Dramatiker Peter Weiss in seinem dokumentarischen Drama „Die Ermittlung“ aus dem Jahre 1965 festgehalten worden waren.

Nach der liturgischen Eröffnung und einem gemeinsamen Gebet setzte sich der Trauerzug zum Gedenkstein an der Juttastraße in Bewegung. Dabei wurde jeweils ein Halt an den in Vechta verlegten Stolpersteinen an der Füchtelerstraße, an der Dobbenstraße und an der Großen Straße eingelegt. Schülerinnen des Wahlpflichtkurses Geschichte der Klassenstufe 9 erinnerten in kurzen Texten an die jüdischen Familien Gershon, Bloch und Marx, die dort in den dreißiger Jahren gelebt hatten und deren Mitglieder  zu einem großen Teil Opfer des Holocaust wurden.

Den Abschluss bildete eine kurze Gedenkveranstaltung am Gedenkstein in der Juttastraße, der die dort 1938 zerstörte Synagoge der jüdischen Gemeinde in Vechta erinnert. Für die Stadt Vechta sprach die Erste Stadträtin, Frau Sandra Sollmann; für die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Frau Christa Plagemann. Sie dankte den Schülerinnen und Schülern der Vechtaer Schulen, die seit nunmehr 30 Jahren im jährlichen Wechsel die Gedenkveranstaltung gestalten.

Zum Abschluss übergaben die Schülervertreterinnen der Liebfrauenschule den Leuchter an die Vertreter der Hochschulgemeinde Vechta.