Kunst
- Zum Fach Kunst an der Liebfrauenschule Vechta
- Schulinternes Curriculum 5-10
- Stundentafel Fachunterricht Kunst KL. 5-12/13
- Neu: Kunst Leistungskurs
- Thematische Schwerpunkte – Zentralabitur
- Wettbewerbe
- Ausstellungen
- Studienfahrten
- Galerie – Klasse 5-13
2. Zum Fach Kunst an der Liebfrauenschule Vechta
„Der schöpferische Mensch“ –
Zum Fach Kunst an der Liebfrauenschule Vechta
Alle Menschen haben die Anlage, schöpferisch zu arbeiten, …
... nur merken es die meisten nie.
(Truman Capote)
Das Ziel unserer kunstpädagogischen Arbeit ist zunächst, die schöpferischen Anlagen unserer Schülerinnen für sie selbst - im Sinne des oben zitierten Gedankens - bemerkbar und somit fruchtbar zu machen. Der Ansatz musisch-ästhetischer Erziehung, den wir hier verfolgen, geht von einer klassischen Auffassung aus, die gerade heute, in einer Zeit, in der schulisches Lernen zunehmend selbstverständlich in ökonomischen Zusammenhängen instrumentalisiert wird, mehr und mehr in der schulpolitischen und didaktischen Diskussion zum Thema gemacht wird. Dabei erkennt man durchaus, dass die kulturelle Arbeit, sei es nun in den Bereichen Bildende Kunst, Theater oder Musik, an deutschen Schulen nicht selten in eine Randposition gerät, zum Ausgleich, zur Erholung degradiert, auf einen reinen Unterhaltungswert reduziert und nicht selten zu Werbezwecken im Wettbewerb der Schulen untereinander missbraucht wird.
Zu achtlos, zu unkritisch werden musische Tätigkeiten dem rein kognitiven Lernen, das angeblich vorrangig im Zentrum gymnasialer Arbeit zu stehen habe, in dienender Funktion neben- oder gar untergeordnet.
„Kunst dient“ aber, wenn sie ernst genommen wird, „der Erkenntnis, nicht der Unterhaltung, der Verklärung oder dem Spiel“ (Max Beckmann).
Bildung wollen wir Kunsterzieher in einem ganz ehrlich ganzheitlichen Sinne verstehen, als Wechselwirkung des werdenden Ichs mit der sich ihm dabei erschließenden Welt. Denn ästhetische Erziehung intendiert die Intensivierung von Wahrnehmung des äußeren und inneren Erlebens sowie der Ausdruckfähigkeit des Menschen, die im gestaltenden Handeln sichtbar wird.
Der kreative Prozess im wörtlich verstandenen Sinne eines schöpferischen Tuns verlangt von Schülern und ihren Lehrern sehr viel: die Bereitschaft und Fähigkeit, sich auf den Weg des zugleich kognitiven und intuitiven Suchens einzulassen:
„Ich suche nicht, ich finde!“ (Picasso)
Diesen zunächst vielleicht arrogant erscheinenden Ausspruch erachten wir in diesem Zusammenhang als richtungweisend. Er bringt eine Grundhaltung zum Ausdruck, die sowohl ureigen künstlerisch zu nennen ist als auch eine Offenheit impliziert, die ausgehalten werden muss und die nicht allein der Kunst, sondern der Welt als Ganzer gilt. Sie schließt selbständiges, zielgerichtetes Vorgehen ebenso ein wie die von Neugier geprägte Bereitschaft zum Experiment, zum mutigen Überschreiten eigener Grenzen, zum Annehmen und Aufgreifen neuer Aspekte, die sich aus dem fachspezifisch individuellen Arbeitsprozess ergeben. Folglich kann nicht ein im Voraus exakt definiertes Ergebnis das Ziel sein. Neu gewonnene Erkenntnisse weisen neue Wege, die zu begehen Sinn der künstlerischen Arbeit ist und, im besten Falle des Gelingens, Sein und Bewusstsein auf eine neue Stufe stellen. So findet der schöpferische Mensch mehr als er sucht.
Künstlerisches Tun in seinem Kontext von Produktion, Rezeption und Reflexion
leistet somit einen grundlegenden Beitrag zum ganzheitlichen Erleben der jungen Menschen und zur Entwicklung von Persönlichkeiten, die mündig sind, selbstbewusst und eigenverantwortlich gesellschaftliche Prozesse zu reflektieren, in diese einzugreifen und sie aktiv mitzugestalten.
„Ich kenne keine bessere Definition für das Wort Kunst als diese:
Kunst – das ist der Mensch.“ (Vincent van Gogh)
Um diese anspruchsvollen Ziele erreichen zu können, muss Schule ernsthafte Angebote machen, die die besonderen Bedingungen kreativen Arbeitens achten, stützen und fördern, die einen methodisch zeitgemäßen Kunstunterricht auf fachlich hohem Niveau gewährleisten, aber auch darüber hinausgehen.
Das Atelier der Liebfrauenschule, das durch die Möglichkeit, an Staffeleien zu arbeiten, unseren Schülerinnen überdurchschnittliche Arbeitsbedingungen und eine inspirierende Atmosphäre ermöglicht, ist ein Beispiel dafür. Hier ist der kreative Raum für neue Projekte und eigene Ideen und ganz konkret für großformatige malerische und plastische Arbeiten. Diese könnten in regulären Fachräumen oder gar in normalen Klassenräumen, in denen an anderen Schulen Kunstunterricht erteilt werden muss, so nicht entstehen.
Neben den beiden Kunstleistungskursen und mehreren Klassen 11 arbeiteten in diesem Raum im letzten Jahr vor allem die Schülerinnen der neuen Arbeitsgemeinschaft „Offenes Atelier“.
Dieses AG-Angebot richtet sich an Schülerinnen verschiedener Altersstufen, die auch in ihrer Freizeit dem Fach Kunst einen überdurchschnittlichen Stellenwert einräumen wollen. Besonders begabte Mädchen haben hier die Möglichkeit unter professionellen Bedingungen und fachkundiger Betreuung eigene Arbeitsvorhaben zu realisieren. Die Zielrichtung dieser Arbeit ist es, die individuelle Entfaltung einer künstlerischen Persönlichkeit zu begleiten und voranzutreiben.
Dass sich gestalterische Prozesse nicht nur höchst individuell, sondern auch in Gruppen organisieren lassen, zeigen zahlreiche Mal-Projekte, deren anschaulichstes Ergebnis das im Original sechs Meter breite Gemälde ist, das heute den Speisesaal unserer Schule ziert.
Die Präsentation der Schülerarbeiten ist ein ganz wesentlicher Aspekt unseres Gesamtkonzeptes im Fach Kunst. Erfahren unsere Schülerinnen doch dadurch, dass die Ergebnisse ihrer persönlichen Lern- und Erkenntnisprozesse weit über den schulischen Rahmen hinaus öffentlich Beachtung finden, künstlerisch ernst genommen und gesellschaftlich wirksam werden können, indem sie eingreifen in das kulturelle Leben ihrer unmittelbaren und weiteren Umgebung.
Wir wünschen uns, dass die Arbeitsergebnisse unserer Schülerinnen in diesem Sinne Beachtung finden, verstanden werden und zum Anstoß neue kreativer Prozesse werden können.
Ralf Martinpott, Kaspar Niemeijer
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3. Schulinternes Curriculum 5-10
4. Stundentafel Fachunterricht Kunst Kl. 5 - 12/13
Das Fach Kunst wird an der Liebfrauenschule Vechta als Pflichtfach durchgehend von Klasse 5 bis Klasse 10 unterrichtet. Dies ermöglicht ein kontinuierliches Arbeiten, dessen Ergebnisse im praktisch-produktiven und rezeptiven Bereich ineinander greifen und aufeinander aufbauen.
In der Oberstufe besteht die Möglichkeit zur Wahl eines künstlerischen Schwerpunktes mit dem Fach Kunst auf erhöhtem Niveau (vierstündig, früher Leistungskurs). Darüber hinaus kann das Fach auch auf grundlegendem Niveau (zweistündig) oder, je nach Angebot, als Seminarfach belegt werden.
Klasse 5 zweistündig
Klasse 6 zweistündig
Klasse 7 zweistündig
Klasse 8 ein- o. zweistündig
Klasse 9 zweistündig
Klasse 10 zweistündig
Klasse 11 dreistündig (halbjährlich)
Klasse 12/13 vierstündig (erhöhtes Niveau) zweistündig (normales Niveau) zweistündig (Seminarfach)
5. Kunst-Leistungskurs
Neu ab Schuljahr 2006 /2007:
Kunst-Leistungskurs oder Kunst auf erhöhtem Niveau (e N)
Die Einrichtung eines musisch-künstlerischen Profils an der Liebfrauenschule Vechta im Zusammenhang mit der Einführung des Zentralabiturs in Niedersachsen hat das Kollegium sehr begrüßt. Die Möglichkeit für unsere Schülerinnen, das Fach Kunst als Schwerpunktfach im Abitur auf erhöhtem Niveau (Leistungskurs) wählen zu können, ist das konsequente schulpolitische Zeichen einer Bestrebung, für die wir Kunstlehrer am ULF uns seit langem stark machen. Der große Umfang von Schülerarbeiten auf hohem Niveau, die regelmäßig in schulischen und außerschulischen Ausstellungen präsentiert werden, ist ein anschaulicher Beweis, dass in diesem Bereich überdurchschnittliche Leistungen erbracht werden, die der Profilierung unserer Schülerinnen, aber auch unserer Schule dienen.
Einen Kunst-Leistungskurs gibt es an der Liebfrauenschule zum ersten Mal im Schuljahr 2006/2007, zum allerersten Mal aber auch in Vechta überhaupt.
Wir Kunstlehrer freuen uns darüber, dass dieses Fach endlich auch hier die Wertschätzung erfährt, die andernorts seit Jahrzehnten selbstverständlich ist.
Nicht aber nur das Fach, auch die Schülerinnen selbst werden in ihren vielfältigen Fähigkeiten und Begabungen durch das neue Angebot jetzt mehr geachtet und gefördert.
Gerade Mädchen verfügen oft über ein hohes Maß an kreativem Potential. Dies würde in seiner Bedeutung missachtet und missverstanden, wenn sich moderne Mädchenerziehung einseitig naturwissenschaftlich orientieren und die musischen Fächer veralteten Rollenbildern zuordnen und damit abwerten würden.
Unsere Schülerinnen sollen sich ganz unabhängig davon, ob ihre persönlichen Interessen traditionellen Rollenmustern eher ent- oder widersprechen, zu ihren eigenen Stärken bekennen dürfen und für ihre Fächer entscheiden können.
Kunst steht hier – entsprechend einem ganzheitlich ausgerichteten Erziehungs- und Bildungsansatz - völlig gleichwertig neben Mathematik, den Fremdsprachen und allen anderen Fächern.
Gerade in der Freiheit, wählen zu können sowie eigene Schwerpunkte und Begabungen unabhängig von gesellschaftlichen Bewertungen für die persönliche Entwicklung nutzbar machen zu können, zeigt sich schließlich die Selbstbestimmtheit eines Menschen, zu der wir junge Frauen hier erziehen wollen.
Ein Kunst-Leistungskurs wird seinen Teil hierzu an unserer Schule sichtbar beitragen.
Ralf Martinpott
6. Thematische Abiturschwerpunkte im Fach Kunst
http://www.nibis.de/nli1/gohrgs/zentralabitur/za09_uebersicht.htm
Zentralabitur 2008
Mensch und Raum – Architektur
Der Blick auf die Dinge – Mensch und Technik
Zeit im Bild
Zentralabitur 2009
Zeit im Bild
Mensch und Raum - Landschaft
Kulturelle Werbung
Zentralabitur 2010
Kulturelle Werbung
Licht und Atmosphäre
Mensch und Stadt
Zentralabitur 2011
Mensch und Stadt
Der Blick auf den Menschen
Gebrauchsgegenstände
Schwerpunktthemen 2006 bis 2012 hier
7. Teilnahme an Wettbewerben:
Wettbewerbe stellen eine Möglichkeit dar, künstlerische Leistungen der außerschulischen Öffentlichkeit zu präsentieren. Wenn unsere Schülerinnen teilnehmen, ist ihnen das Ansporn und in vielen Fällen auch Bestätigung, denn häufig gehören unsere Schülerinnen gleich mehrfach zu den Gewinnerinnen:
Landeswettbewerb „Jugend gestaltet“ (alle zwei Jahre)
Bundeswettbewerb „ Europäischer Wettbewerb“ (jährlich)
Dialog mit alten Meistern, Herzog-Anton-Ulrich-Museum Braunschweig, bundesweit (2007/08)
Bundeswettbewerb „Deutscher Jugendphotopreis“ (jährlich)
Bundeswettbewerb „Kinder zum Olymp“ (2008/09)
Internationaler Jugendwettbewerb „jugend creativ“ (jährlich)
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