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Geschichte des Ordens der Schwestern Unserer Lieben Frau

Frankreich. Zeit der Französischen Revolution.

Julie Billart

"Ah, qu'il est bon, le bon Dieu!" 


"Wie gut ist der gute Gott!" 

Dieser Ausspruch von Julie Billiart (1751-1816), einer Französin aus einem kleinen Dorf in der Picardie, ist Ausdruck ihrer Lebenshaltung Gott gegenüber. Julies Leben war schwer und entbehrungsreich. Aber in allem Leidvollen entdeckte sie Gott als den guten, liebenden Vater. Ihre Erfahrung mit Gott wollte sie auch all denen vermitteln, denen sie begegnete, vor allem den Armen und Notleidenden.

Sie gründete 1804 in Frankreich die Kongregation der Schwestern Unserer Lieben Frau (Soeurs de Notre Dame - SND). 

Dabei ging es ihr in einer religionslosen Zeit vor allem um die religiöse Erziehung und Bildung armer Mädchen.

45 Jahre später, Coesfeld (Westfalen). Zeit der industriellen Revolution.

Elisabeth Kühling, Schwester Maria Ignatia

Hilligonde Wolbring, Schwester Maria Aloysia

Zwei Lehrerinnen, Hilligonde Wolbring und Elisabeth Kühling, erkannten die Notwendigkeit, verwahrlosten Kindern über den Unterricht hinaus zu helfen und ihnen ein Zuhause zu geben. 

Auf der Suche nach Konkretisierung ihrer Pläne trafen sie auf die Schwestern Unserer Lieben Frau in Amersfoort (Niederlande), die nach der Regel Julie Billiarts lebten. Mit Hilfe der holländischen Schwestern gründeten sie 1850 die deutsche Kongregation der Schwestern Unserer Lieben Frau. Das große Anliegen Julie Billiarts: den Menschen zu sagen, dass Gott gut ist, wurde geistliches Fundament der neuen Gemeinschaft und bleibt unsere Aufgabe.

Heute (weltweit). Zeit der Globalisierung

 Die Offenheit für die Anforderungen jeder Epoche hat schnell zu einer internationalen Verbreitung der deutschen Kongregation geführt. Schon etwa 20 Jahre nach ihrer Gründung musste die neue Gemeinschaft wegen des Kulturkampfes in Preußen in großem Stil in die USA auswandern und dort von vorn beginnen. Die Schwestern waren als Lehrerinnen in den Pfarrschulen willkommen. Heute können die ULFen aus Vechta in der 9. Klasse bei einem drei-monatigen USA-Aufenthalt eine der zahlreichen dortigen Schulen besuchen.

Seit über 15 Jahren ist unsere Gemeinschaft in verschiedenen Ländern Afrikas aktiv, in Uganda, Tanzania, Mozambique und Kenia. Dort ist unser Einsatz für die Bildung von Mädchen so grundlegend wie vor 150 Jahren in Vechta. Unsere Abiturientinnen können als „Missionarin auf Zeit“ ein Jahr mit unseren Schwestern leben, beten und arbeiten.

Missionarin auf Zeit

Christine Rolf aus Vechta ist 2005/2006 als erste ULFe MaZ´lerin in Uganda gewesen. In der koedukativen 7-jährigen Volksschule erleben Jungen Mädchen als gleichberechtigt.

Die höhere Schule (Kl. 8-12) in Buseesa ist eine Mädchenschule.

ULF weltweit

Unsere indonesischen Schwestern haben eine Neugründung auf den Philippinen gewagt, wo sich 2008 auch schon die ersten deutschen MaZ´ler der Liebfrauenschule Büren aufhalten und unsere koreanischen Schwestern stoßen nach China vor. Für uns als Schwestern Unserer 

Lieben Frau gibt es tatsächlich nur Eine Welt. Das Bewusstsein der weltweiten Verbundenheit miteinander ist in der Gemeinschaft nicht zuletzt durch unsere indische Generaloberin, Sr. M. Sujita Kallupurakkathu, gewachsen.